FilamentFlow: 3MF-Import — Schluss mit manuellem Materialtracking
Wer regelmäßig mit mehreren Filamenten und einem AMS druckt, kennt das Problem: Nach jedem Druckjob muss man manuell nachrechnen, wie viel Material verbraucht wurde, welche Rollen noch ausreichend gefüllt sind und ob der Lagerbestand für den nächsten Job reicht. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig.
Mit dem neuen 3MF-Import in FilamentFlow gehört das der Vergangenheit an.
Was ist der 3MF-Import?
BambuSlicer und OrcaSlicer exportieren geslicte Druckjobs als .3mf-Datei — ein komprimiertes Archiv das neben der 3D-Geometrie auch alle Slice-Informationen enthält: welche Filamente verwendet werden, in welchen Mengen, mit welchen Farben und wie lange der Druck dauert.
FilamentFlow liest genau diese Daten aus — direkt im Browser, ohne Upload auf einen Server — und macht daraus einen vollständigen Buchungsvorgang.
So funktioniert es — Schritt für Schritt
1. Datei hochladen
Einfach die fertig geslicte .3mf per Drag & Drop auf die Import-Seite ziehen. FilamentFlow erkennt automatisch ob es sich um eine Projektdatei oder eine druckfertige geslicte Datei handelt.
2. Automatische Erkennung
Die App extrahiert sofort: Anzahl der Druckplatten, Filamentverbrauch pro Slot in Gramm (aufgerundet auf volle Gramm), Farbe und Material pro Slot, Druckzeit pro Plate sowie das Vorschaubild des Modells.
3. Filament-Zuweisung aus dem eigenen Lager
Für jeden Slot schlägt FilamentFlow automatisch passende Rollen aus dem persönlichen Lagerbestand vor — gefiltert nach Material und Farbe. Die Auswahl zeigt für jede einzelne Rolle die verfügbare Restmenge, einen Farbindikator und eine Ampelfarbe: grün wenn genug vorhanden, gelb wenn knapp, rot wenn die Rolle allein nicht reicht.
4. Mehrrollen-Logik
Reicht eine Rolle nicht aus, wird automatisch eine zweite Rolle hinzugezogen — mit genauer Aufteilung wieviel von welcher Rolle abgezogen wird. Optional kann der Farbmix aktiviert werden, damit auch Rollen anderer Farben als Ergänzung gewählt werden können.
5. Verknüpfung mit dem Produktionsplan
Der Druckjob kann direkt mit einem bestehenden Produktionsprojekt verknüpft oder ein neues Projekt angelegt werden — inklusive Startdatum und Uhrzeit pro Druckplatte. Erst nach der finalen Bestätigung wird alles gespeichert.
6. Abbuchen mit einem Klick
Ein übersichtlicher Bestätigungs-Dialog zeigt die vollständige Zusammenfassung bevor irgendetwas gespeichert wird. Nach der Bestätigung werden alle betroffenen Rollen im Lager aktualisiert und der Druckjob im Produktionsplan eingetragen.
Was macht das besonders?
• Alles passiert lokal im Browser — keine Datei verlässt das Gerät ohne ausdrückliche Zustimmung
• Gramm-Werte werden immer aufgerundet (z.B. 16,1g → 17g) damit der Lagerbestand nie zu optimistisch berechnet wird
• Die Suche im Filament-Dropdown reagiert auf Texteingabe — bei großen Lagern mit vielen ähnlichen Rollen ein echter Zeitsparer
• Unterstützt mehrere Druckplatten in einer Datei — jede Plate wird als eigener Eintrag im Produktionsplan angelegt
• Funktioniert mit BambuSlicer und OrcaSlicer .3mf-Dateien
Hinweis: Projektdatei vs. geslicte Datei
BambuSlicer unterscheidet zwei Export-Typen: "Projekt speichern" erzeugt eine .3mf ohne Gewichtsdaten. Für den vollautomatischen Import muss "File → Export → Export plate sliced file (*.3mf)" verwendet werden — diese Datei enthält alle Verbrauchsdaten und kann direkt an den Drucker gesendet werden.
FilamentFlow ist als Web-App für Maker, FabLabs und 3D-Druck-Dienstleister konzipiert die ihren Materialverbrauch professionell im Griff behalten wollen.