April-Update: FilamentFlow – wir bauen das, was wir selbst vermisst haben
Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Beitrag beginne. Denn eigentlich ist das hier kein
klassisches Changelog – es ist eher die Antwort auf eine Frage, die ich mir selbst seit Monaten
stelle: Was braucht jemand, der wirklich ernsthaft mit 3D-Druck arbeitet, und was gibt es bisher
einfach noch nicht?
FilamentFlow ist aus genau diesem Gedanken entstanden. Ich wollte den Überblick über meine
Spulen behalten, Verbrauch nachvollziehen, wissen welcher Drucker was macht – ohne Excel,
ohne Post-its, ohne das Gefühl, immer hinterherzulaufen. Was als persönliches Werkzeug
begann, hat sich in den letzten Wochen zu etwas entwickelt, das ich selbst kaum
noch „mein kleines Projekt" nennen würde.
Das April-Update ist das bisher größte – und ich möchte euch zeigen, was dahintersteckt.
Warum gerade jetzt so viel auf einmal
Der 3D-Druck-Markt verändert sich rasend schnell. Neue Drucker, neue Standards, neue
Hersteller-Features – und gleichzeitig wächst die Community, die mehr will als nur drucken.
Hobbyisten werden zu Kleinunternehmern. Print Farms professionalisieren sich. Makerspaces
suchen nach Werkzeugen, die mit ihnen skalieren.
Genau diese Bewegung hat FilamentFlow in den letzten Wochen stark beeinflusst. Neue Ideen,
neues Feedback, neue Anforderungen – und die Konsequenz: ein Update, das nicht nur einzelne
Features ergänzt, sondern das gesamte Konzept der Plattform schärfer macht.
Das Wichtigste: Was ist neu
📦 Lagerverwaltung – endlich weißt du, wo was liegt
Das ist das Feature, das ich selbst am längsten vermisst habe: eine vollständige
Lagerverwaltung, die im April-Update neu dazugekommen ist.
Wer mehr als eine Handvoll Spulen besitzt, kennt das Problem. Die sind irgendwo im Regal,
in einer Box, in der Trockenbox – oder man weiß es schlicht nicht mehr. FilamentFlow
kann jetzt echte Lagerorte abbilden: Regale, Boxen, Trockenboxen, Schubladen, Schränke –
und das hierarchisch. Wer möchte, legt übergeordnete Lagergruppen an und ordnet darunter
einzelne Fächer oder Boxen ein.
Jeder Lagerort bekommt einen eigenen Farbcode und Kurzcode (z.B. RA-01 für Regal A,
Fach 1), eine optionale Kapazitätsangabe – und zeigt live an, wie viele Filamente und
Verbrauchsmittel dort gerade lagern. Inklusive Auslastungsanzeige.
Das ist kein Schmankerl am Rand. Das ist die Grundlage dafür, dass FilamentFlow auch für
Farmen und Makerspaces wirklich nutzbar wird.

🌡️ Filament-Trocknungsmanagement – kein überfeuchtes Filament mehr
Wer mit feuchtigkeitsempfindlichen Materialien druckt – PA, TPU, PC, PETG – weiß, wie
kritisch Trocknung ist. Bisher war das eine manuelle Disziplin: irgendwann mal trocknen,
hoffen, dass man es sich gemerkt hat.
Nicht mehr. FilamentFlow trackt jetzt aktiv:
- Wann wurde eine Spule zuletzt getrocknet?
- Welches Trocknungsintervall gilt für dieses Material?
- Wie lange ist noch Zeit – und wann ist es überfällig?
Das Ampelsystem macht den Status auf einen Blick sichtbar: 🟢 alles gut · 🟡 bald fällig · 🔴 überfällig.
Trocknungssessions werden protokolliert, Notizen können hinterlegt werden.
Standardintervalle pro Materialtyp sind hinterlegt, können aber individuell überschrieben werden.

🏷️ NFC-Tag-Management direkt in der App
Spulen über NFC-Tags zu identifizieren und Buchungen auszulösen – das war schon vorher möglich,
über unsere Hardware-Geräte. Bisher war das Verwalten dieser Tags aber ein Prozess außerhalb
der App. Das ändert sich: Der NFC-Tag-Manager ist jetzt direkt integriert. Tags können
angelegt, Spulen zugeordnet und der Status verfolgt werden – alles an einem Ort.

🎨 Neues UI – weil gute Software auch gut aussehen muss
Mit dem gewachsenen Funktionsumfang war klar: das Interface muss mithalten.
Das April-Update bringt eine überarbeitete Optik, die klarer zwischen den drei
Nutzer-Typen unterscheidet:
- Maker/Hobbyist – Solo, privat, schnell starten
- Small Farm – Solo, kommerziell, mehr Kontrolle
- Team Farm – Organisation mit mehreren Mitgliedern und Rollen
Wer alleine druckt, wird nicht mit Org-Management-Features überhäuft.
Wer eine Farm betreibt, bekommt sofort die richtigen Werkzeuge vor die Nase.
Das Onboarding führt jetzt klar durch diese Unterscheidung.

Was als Nächstes kommt
Prusa Open PrintTag – herstellerübergreifend denken
Prusa hat mit dem Open PrintTag-Standard eine offene RFID-Spezifikation veröffentlicht.
Das ist für uns eine echte Chance: FilamentFlow soll in Zukunft PrintTags lesen, auswerten
und direkt mit dem Inventar abgleichen können – herstellerübergreifend. Bambu-Nutzer,
Prusa-Nutzer, andere – alle in einer Plattform, ohne Kompromisse.
Gleichzeitig arbeiten wir an einer intelligenteren Spulenzuweisung auf Rollenebene für
RFID-Workflows. Eine Spule, ein Tag, ein sauberer Datensatz – auch wenn die Spule zwischen
Druckern wechselt oder teilentleert ist.
Aktiver Kontakt zu Bambu Lab und Prusa
Ich sage das offen: Wir bereiten uns darauf vor, offiziell Kontakt zu Bambu Lab und Prusa
aufzunehmen. Nicht um zu fragen, ob wir dürfen. Sondern um zu zeigen, was wir bauen,
und zu klären, wie wir tiefer integrieren können – offizielle APIs, offizielle
Kompatibilität, vielleicht eine echte Partnership.
FilamentFlow ist kein Konkurrent zu Bambu Studio oder PrusaSlicer. Wir sind die Schicht
darunter: Inventar, Verbrauch, Lagerung, Workflow, Hardware. Genau dort, wo beide
Hersteller heute noch nichts anbieten. Das ist unsere Stärke – und die wollen wir
gemeinsam mit den Herstellern nutzen, nicht an ihnen vorbei.
Unser Ziel: „Offiziell kompatibel mit Bambu Lab und Prusa" – als echtes Qualitätssignal
für alle, die FilamentFlow einsetzen.
📣 Beta steht kurz bevor – und wir suchen Tester
Aktuell befindet sich FilamentFlow noch in der Alpha-Phase in der Entwicklungsumgebung.
In den nächsten Wochen geht es auf den eigenen Server – und damit startet offiziell
die Beta.
Wir werden dazu einen eigenen Aufruf veröffentlichen. Aber schon jetzt:
Wenn du Lust hast, FilamentFlow früh zu testen, Feedback zu geben und aktiv mitzuprägen,
was diese Plattform wird – dann halte dich auf dem Laufenden. Beta-User sind herzlich
willkommen, und ihr Feedback fließt direkt in die Entwicklung ein.
FilamentFlow wird nicht für mich gebaut. Es wird für die Community gebaut. Und die
Community entscheidet mit, was es wird.
🚀 Und noch etwas: Kickstarter
Ich möchte noch nicht zu viel verraten – aber: Wenn die Beta-Phase ihre ersten
Meilensteine erfolgreich abschließt, steuern wir auf eine Kickstarter-Kampagne zu.
Was das konkret bedeutet, was es für Early Supporter geben wird und wie der Plan aussieht –
das kommt in einem eigenen Beitrag. Aber wer jetzt schon dabei ist, ist zur richtigen Zeit
am richtigen Ort.
Mehr Infos & Landing Page: www.filament-flow.com
Branding: MW Service 3D